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Krankheiten – Tetanus

Krankheiten – Tetanus

Der sogenannte Wundstarrkrampf wird durch das Bakterium Clostridium tetani ausgelöst. Der eigentlich Erreger lebt im Boden oder im Verdauungstrakt. Übertragbar ist er über Schmutz, der unbemerkt in Wunden gelangt. Bei Schweinen sind es beispielsweise Kastrationswunden und Nabelinfektionen, die den Erreger quasi „einladen“. Hier hat er nämlich die Möglichkeit, unter Luftabschluss auf absterbendem Gewebe zu wachsen. Der Erreger C. tetani ist außerdem gegen hohe Temperaturen und gegen einer Austrocknung resistent. Die einzelnen Sporen haben also eine sehr lange Überlebenszeit in der Umwelt.

Krankheitsbild Tetanus

Sichtbare Krankheitserscheinungen sind erst nach ein paar Tagen bis Wochen nach der Infektion sichtbar. Die betroffenen Tiere gehen sehr steif, da sich die Muskeln verhärten. Oftmals sind die Ohren aufgestellt und der Schwanz gestreckt. Das Endstadium ist erreicht, wenn die Tiere nur noch auf der Seite liegen und keine Kraft mehr aufbringen können, sich selbst aufzurichten. Gleichzeitig ist der Kopf starr nach hinten getreckt und die Vorder- und Hinterläufe ebenfalls. Laut- und Lichtreize können Krämpfe auslösen. Tetanus endet leider immer tödlich. Eine Behandlung ist nicht möglich.

Was kann ich tun?

Wichtig ist, dass Wunden immer sauber und sorgfältig behandelt werden. Zusätzlich könnte auch eine Tetanus-Impfung in Betracht gezogen werden. Dennoch kommt Tetanus bei Schweinen eher seltener vor — also macht euch nicht verrückt und zieht einen Tierarzt zurate, sobald ihr euch unsicher seid.

Quellen

K.-O. Eich/ U. Schmidt Handbuch Schweinekrankheiten, Schweinefreunde.de, Bvet Schweiz

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