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Die Abstammung

Die Abstammung

Im Laufe der Zeit haben sich die verschiedenen Rassen auf der ganzen Welt verbreitet. Schweine findet man in Europa, Afrika, Asien, Australien und Nord- und Südamerika. Dort leben sie in Savannen, Wäldern, verschiedenen Sümpfen, am Meer oder auch im Hochgebirge. Das Interessante ist, dass die Schweine sich mit der Zeit an die klimatischen Bedingungen angepasst haben. Am wichtigsten für jede Schweinerasse ist Wasser, da Schweine unbedingt die Möglichkeit haben sollten, ein Schlammbad zu nehmen. Schweine sind sehr gesellige Tiere und leben meisten in Paaren oder als Gruppe zusammen. Diese Gruppen bestehen dann zum Großteil aus Sauen und Frischlingen. Sauen können sehr aggressiv und wehrhaft reagieren, wenn man ihren Jungtieren zu nah kommt. Als sogenannte „Allesfresser“ ernähren sie sich von Wurzeln, Früchten, Grün- und Saftfutter und von Insekten und kleineren Beutetieren.

Die Urahnen

Die Urahnen von allen Schweinerassen, die es heute gibt, ist das Wildschwein. Dem Wildschwein wurden mit der Zeit ungefähr 30 Unterarten in drei Gruppen zusammengefasst. Von diesen drei Gruppen haben das fernöstliche Bindenschwein und das eurasische Wildschwein einen großen Anteil an der Entwicklung der Hausschweine. Die ersten Hausschweine wurden bereits 9000v. Chr. in Griechenland, 6000  v. Chr. in China und 4000 v. Chr. in Mitteleuropa entdeckt und nachgewiesen. Bis zum 18. Jahrhundert lebten Schweine also so ähnlich wie Wildschweine. Sie wurden sehr einfach gehalten und mussten auch damals noch ihr Futter selber suchen. Optisch ähnelte das schlanke und langbeinige Hausschwein immer noch sehr dem Wildschwein.

Die Industrie

Durch die zunehmende Industriegesellschaften im 18. Jahrhundert setzte in England die gezielte Rassenzucht von Kreuzungen ein. Hierbei wurde zwischen den alten Beschlägen und den asiatischen Schweinen variiert. Im 19. Jahrhundert erfolgte dann die intensive Stallhaltung und Massenzucht von Schweinen, aufgrund von dem steigenden Nahrungsbedarf. In der Zeit entwickelte sich die sogenannten „Fettschweintypen“, die Wurst und Speck lieferten und bis in die Nachkriegszeit 1950 den gängigen Schweinetyp darstellen sollten. Durch den Aufbau der Wirtschaft in den 50er- Jahren, änderte sich gleichzeitig auch das Verhalten der Verbraucher. Anstatt von fettigen Schweinefleisch, wurde nun mageres Fleisch und große Schinken gegessen. Das oberste Ziel war nun, die Züchtung von einem reinen Fleischschweines. So wurden nach und nach die alten Schweinerassen unterdrückt. In den 70er- Jahren galten sogar einige als ausgestorben oder zumindest mit sehr kleinen Restbeständen.

Das Göttinger Schwein

Für die biologische, human- und tiermedizinische Forschung werden Göttinger Minischweine am häufigsten als Versuchsschweine verwendet. Auch das Münchener Minischwein ist das Ergebnis von Verpaarungen. Mittlerweile sind weitere Minischweinrassen durch verschiedene Hobbyzüchter entstanden, bei der auch zwei Minischweinarten gekreuzt wurden – das Ziel dabei ist es, die Schweine so klein wie möglich zu züchten. Wir ähneln uns sogar mit den Schweinen in Bereichen der Anatomie und der Psychologie. Aus diesem Grund werden Schweine auch immer noch in der Medizin als Versuchstiere eingesetzt.

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